Autor: Digitalhandeln Blog

  • Digitale Symbiose: Zusammenarbeit und Digitalisierung als Schlüssel zum Erfolg

    In der biologischen Welt haben viele Arten symbiotische Beziehungen, gegenseitige Abhängigkeiten, mit anderen Arten, um ihre ökologische Fitness zu erhöhen. Ähnlich kann es eine symbiotische Beziehung zwischen Digitalisierung und Zusammenarbeit in Wirtschaft und Gesellschaft geben. Sie sind voneinander abhängig, da sie die ökonomische Fitness mitbestimmen. Die Kombination kann zur digitalen Geschäftsfähigkeit führen. Erfolgreiche Partnerschaften entwickeln ihre Zusammenarbeit durch kooperative Digitalisierung weiter, um zu einer neuen Ära der digitalen Symbiose beizutragen.

    Beispiele für digitale Innovationen durch digitale Symbiose

    Die Vorteile der digitalen Symbiose sind in vielen Branchen zu beobachten. Einige Beispiele hierfür sind:

    1. Gesundheitswesen: Die Zusammenarbeit von Ärzten, Forschern und Technologieunternehmen hat zu neuen digitalen Lösungen geführt, die eine effizientere Patientenversorgung ermöglichen. Beispielsweise können telemedizinische Dienste Patienten in entlegenen Gebieten besser versorgen, während digitale Gesundheitsakten den Informationsaustausch zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern erleichtern.
    2. Bildung: Durch die Verbindung von digitaler Technologie und Zusammenarbeit entstehen innovative Bildungsansätze wie Online-Lernplattformen und Massive Open Online Courses (MOOCs). Diese ermöglichen den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung für Menschen auf der ganzen Welt, unabhängig von geografischen Grenzen.
    3. Landwirtschaft: In der Landwirtschaft hat die Kombination von Digitalisierung und Zusammenarbeit zu einer Verbesserung der Ressourceneffizienz und einer Verringerung der Umweltauswirkungen geführt. Zum Beispiel erlauben präzisionslandwirtschaftliche Technologien, wie Drohnen oder Sensoren, Landwirten, ihre Betriebsabläufe zu optimieren und Ressourcen wie Wasser und Düngemittel gezielter einzusetzen.
    4. Smart Cities: In Smart Cities arbeiten Stadtverwaltungen, Unternehmen und Bürger gemeinsam daran, digitale Lösungen zu entwickeln, die den Lebensstandard verbessern und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Beispiele hierfür sind intelligente Verkehrsmanagementsysteme oder Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden.

    Fazit

    Die digitale Symbiose aus Zusammenarbeit und Digitalisierung kann in verschiedenen Branchen und Sektoren einen bedeutenden Mehrwert schaffen. Sie ermöglicht nicht nur wirtschaftliches Wachstum, sondern auch gesellschaftlichen Fortschritt und ökologische Nachhaltigkeit. In einer zunehmend vernetzten Welt ist es entscheidend, dass Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gemeinsam an innovativen digitalen Lösungen arbeiten, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu bewältigen.

    Digitale Symbiose

  • BHG Group, Home24, Westwing: Umsätze und Abschwung im Q1 2023

    Der Home & Living-Markt erfährt seit einiger Zeit einen Abschwung, der auch große Unternehmen wie Home24, Westwing und die BHG Group betrifft. Dabei ist es interessant, zu beobachten, wie sich diese Unternehmen im Vergleich zueinander entwickeln. Die BHG Group hat kürzlich ihre Schätzungen für das erste Quartal 2023 veröffentlicht und erwartet einen negativen bereinigten EBIT. Im Folgenden möchten wir uns die Zahlen und die aktuelle Marktsituation näher ansehen.

    Die BHG Group – größer als Home24 und Westwing zusammen

    Die BHG Group hat mit Umsätzen von 1,2 Mrd. Euro mittlerweile eine größere Marktkapazität als Home24 und Westwing zusammen. Das Unternehmen ist jedoch nicht immun gegen den aktuellen Abschwung im Home & Living-Segment. Die jüngsten Schätzungen für das erste Quartal 2023 zeigen einen erwarteten negativen bereinigten EBIT von -70 bis -105 Millionen SEK.

    Ursachen für den Abschwung

    Die Gründe für den Abschwung in diesem Segment sind vielfältig. Schwache Nachfrage und hohe Lagerbestände setzen die Preise und die Rentabilität unter Druck. Gustaf Öhrn, Präsident und CEO der BHG Group, erklärt: „Seit dem vierten Quartalsbericht haben wir ein herausforderndes Jahr 2023 erwartet, insbesondere die erste Jahreshälfte. Seitdem ist der Markt schwächer als erwartet, mit einer weichen Nachfrage und hohen Lagerbeständen, die auf die Preise und Rentabilität drücken.“

    BHG Group: Ausblick auf das restliche Jahr 2023

    Es bleibt abzuwarten, wie sich der Home & Living-Markt im Laufe des Jahres 2023 entwickeln wird. Die ersten Monate haben sich als schwierig erwiesen, insbesondere für Unternehmen wie die BHG Group, die mit einem negativen bereinigten EBIT konfrontiert sind. Obwohl die Liquiditätsposition von BHG weiterhin stark ist, werden die kommenden Monate entscheidend sein, um zu beobachten, wie die Unternehmen in diesem Sektor auf die aktuellen Herausforderungen reagieren und ob sie in der Lage sind, sich anzupassen und erfolgreich durch den Abschwung zu navigieren.

  • Hawesko unter Druck: Umsatz und Profitabilität schrumpfen

    Die Hawesko Geschäftszahlen 2022 zeigen: Der Wein-Spezialist Hawesko hatte im Geschäftsjahr 2022 mit sinkendem Umsatz und rückläufiger Profitabilität aufgrund gestiegener Kosten zu kämpfen. Insgesamt erreichte das Unternehmen laut vorläufigen Zahlen einen Netto-Umsatz von rund 671 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis von rund 39 Mio. Euro. Für das Jahr 2023 plant Hawesko einen Fokus auf Profitabilität, um Kosten zu senken und die Profitabilität durch die Optimierung der Prozesse zu verbessern.

    Der Wein-Spezialist Hawesko kämpft mit sinkendem Umsatz und rückläufiger Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr. Laut vorläufigen Zahlen erreicht das Unternehmen im Jahr 2022 einen Netto-Umsatz von rund 671 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis von rund 39 Mio. Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 konnte Hawesko einen Netto-Umsatz von 680,5 Mio. Euro und ein EBIT von 53,1 Mio. Euro verzeichnen. Das operative Ergebnis wird 2022 mit inflationsbedingten Sonderkosten von rund 6 Mio. Euro belastet. Die Kosten für Glas, Transport, Energie sowie Papier und Pappen sind im Geschäftsjahr massiv angestiegen und konnten noch nicht vollständig im Rohertrag kompensiert werden.

    Kostenanstieg belastet die Profitabilität

    Die gestiegenen Kosten belasten die Profitabilität von Hawesko. Vorstandschef Thorsten Hermelink kommentierte zu den Haweseko Geschäftszahlen 2022: „Das Jahr war mit der Inflation und der Energiekrise kein einfaches für uns. Die Hawesko-Gruppe konnte sich aber mit ihrem diversifizierten Geschäftsmodell nach zwei Boomjahren auch in der Krise im Markt behaupten. Wir gehen auch für 2023 von einer hohen Inflation aus, daher haben wir frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um unsere Profitabilität konsequent zu stärken.“

    Maßnahmen für ein Jahr der Effizienz

    Hawesko plant für 2023 einen Fokus auf operative Exzellenz. Das Unternehmen möchte Kosten senken und die Profitabilität durch Effizienzsteigerungen und die Optimierung der Prozesse verbessern. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Digitalisierung. Die Hawesko-Gruppe will verstärkt auf den Online-Verkauf setzen und das Einkaufserlebnis für die Kunden im Netz verbessern. Zudem sollen Synergien innerhalb des Unternehmens geschaffen werden, um Kosten zu senken.

    Diversifiziertes Geschäftsmodell kann in der Krise helfen

    Das diversifizierte Geschäftsmodell von Hawesko könnte dem Unternehmen in der Krise helfen, sich im Markt zu behaupten. Hawesko setzt nicht nur auf den B2C-Verkauf von Wein, sondern auch auf B2B Geschäft. Das Segment B2B konnte dank der wiedererstarkten Gastronomie +7 Prozent organisch wachsen. Insgesamt, d.h. inkl. Akquisition, konnte das B2B-Segment um +16 Prozent zulegen.

    Fazit zu Hawesko Geschäftszahlen 2022

    Hawesko kämpft mit sinkendem Umsatz und rückläufiger Profitabilität im Jahr 2022 aufgrund gestiegener Kosten. Für 2023 plant das Unternehmen den Fokus auf Effizienz, um Kosten zu senken und die Profitabilität zu verbessern. Das diversifizierte Geschäftsmodell half dem Unternehmen, sich in der Krise im Markt zu behaupten.

  • Bike24 Geschäftszahlen 2022 – Wachstum intakt, Profitabilität leidet

    Beyond E-Commerce News: E-Commerce wächst weiter, Shopify Quartalszahlen, Bike24, Mirakl

    Die Bike24 Geschäftszahlen für 2022 zeigen: Das Wachstum entspricht dem oberen Ende der Prognose. Die Profitabilität gerät unter Druck durch zu viele Rabattaktionen, um die Läger zu leeren.

    Bike24, ein E-Commerce Shop für Fahrräder und entsprechendes Zubehör, erzielte laut vorläufigen Berechnungen im Jahr 2022 einen Netto-Umsatz von 262 Mio. Euro, was einem Wachstum von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht (2021: 250 Mio. Euro).

    Im Jahr 2021 konnte Bike24 aufgrund der gestiegenen Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie um 26 Prozent wachsen. Im Jahr 2022 fiel das Wachstum aufgrund von geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten sowie einer eingetrübten Konsumstimmung moderater aus, blieb jedoch am oberen Ende der Prognose von -5 bis +5 Prozent, die im Sommer 2022 ausgegeben wurde.

    Bike24 Geschäftszahlen 2022 – ursprüngliche Prognose

    Im Frühjahr 2022 erwartete Bike24 noch ein Wachstum von 10 bis 17 Prozent, passte aber aufgrund des Krieges in der Ukraine und der steigenden Inflation die Prognose an

    Die bereinigte EBITDA-Marge für 2022 lag am unteren Ende des Prognosefensters von 3 bis 6 Prozent aufgrund von „starken Rabattaktionen“.

    Bike24: Wachstumstreiber Internationalisierung

    Bike24 hat auch in anderen Ländern außerhalb von Deutschland seine Präsenz ausgebaut. In Spanien, Frankreich und Italien bietet Bike24 lokalisierte Shops mit marktspezifischen Angeboten in der jeweiligen Landessprache. Hier stieg das Geschäftsvolumen im vierten Quartal um durchschnittlich 226 Prozent und im Gesamtjahr um 163 Prozent. Mit Blick in die Zukunft will Bike24 weiterhin expandieren und plant, weitere neue Shops in verschiedenen europäischen Ländern zu eröffnen. Dabei setzt das Unternehmen auf eine klare Positionierung als Spezial-Versender und will sein Sortiment gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten. Bike24 stärkt die schlanke Logistik über dedizierte E-Commerce Versandzentren im europäischen Ausland.

    Mehr Details zu den Bike24 Geschäftszahlen.

  • Zalando entlässt Hunderte Mitarbeitende – auch Führungskräfte sind betroffen

    Gestern Abend schon lief die Gerüchteküche über, heute ist es offiziell: Zalando feuert bis zu 1.000 Mitarbeitende. Das wären bis zu 5 % der in Summe 17.000 Mitarbeitenden.

    Zalando Stellenkürzungen

    Meine Hypothesen dazu:

    1. Die E-Commerce-Krise ist noch nicht vorbei. Die Kaufzurückhaltung und Nervosität von Energie- und Inflationskrise schlagen erst jetzt durch.

    2. Diese Stellenstreichungen tun weh – anders als die bisher gemeldeten von Amazon oder aus der Tech-Branche allgemein. Viele trösteten sich damit, dass es um eine Korrektur einer Übertreibung in der Tech-Bubble ging. Jetzt geht es aber im Kern-Handelsgeschäft zur Sache, noch dazu bei einem Leuchtturm der E-Commerce Szene.

    3. Gerade Zalando hat früh und konsequent auf das veränderte Käuferverhalten reagiert. Zalando ergriff z.B. schon Mitte 2022 Maßnahmen, während About You noch zuversichtlicher war. Zalando implementierte Mindestbestellwerte bzw. Lieferkosten unterhalb von Schwellwerten europaweit, als andere erst Konzepte entwickelten.

    4. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung. In den Q3 / 2022 Quartalszahlen war zu sehen: Das GMV / active customer konnte stabilisiert werden, sowohl auf Ebene 12 Monate als auch 3 Monate.

    5. Und trotzdem muss Zalando jetzt diesen Schritt gehen. Sehen die Zahlen intern doch wesentlich schlechter aus? Ist der Ausblick düster? Oder ist es ein besonders radikaler Schnitt, um den Turnaround verlässlich abzusichern?

    6. In jedem Falle werden die Auswirkungen gerade im Zalando HQ in Berlin deutlich spürbar sein. Denn die 1.000 Mitarbeitenden werden dort abgebaut – nicht im Lager, nicht im Customer Care und nicht im Fotostudio. Aber genau in diesen Bereichen arbeitet ein Großteil der 17.000 Mitarbeitenden. D.h. die 5% fühlen sich in Berlin wesentlich schmerzhafter an.

    7. Daher bin ich mir sehr sicher, dass die Zalando Gründer diesen Schritt nicht wie andere Tech-CEOs opportunistisch gehen. Sie wollen nicht „die Gunst der Stunde für ein paar Entlassungen nutzen“. Nein, der Schock für die Zalando Family ist zu groß – und auch für die E-Commerce-Szene allgemein.

  • Amazon löst sich von EU-Distributoren und bezieht Waren direkt von Marken

    Amazon wird sich von EU-Distributoren trennen und stattdessen direkt Waren von Marken beziehen. Der E-Commerce-Riese sagte, dass diese Änderung dazu beitragen werde, „unsere Kosten zu kontrollieren und die Preise für Kunden niedrig zu halten“.

    Amazon hat in den letzten Jahren stark in seine eigene Logistik und Lieferketten investiert, was es dem Unternehmen ermöglicht, direkt mit Herstellern zu arbeiten und so zwischenhändlerübergreifende Kosten zu senken. Durch den Schwerpunkt auf direkten Beziehungen zu Herstellern wird Amazon wahrscheinlich in der Lage sein, seine Kosten weiter zu senken und die Effizienz in der Lieferkette zu steigern.