Autor: Digitalhandeln Blog

  • Bedeutung des Chief Operating Officer (COO) für das Vorantreiben von digitalen Geschäftsmodellen

    Nicht zuletzt durch den Boom von E-Commerce Geschäftsmodellen allgemein und die spezifischen Herausforderungen bei der Umsetzung der digitalen Geschäftsprinzipien, wächst der Bedarf nach starken Führungskräften die das operative Geschäft effektiv steuern können (Chief Operating Officer COO).

    Auch zur Führung und Gestaltung digitaler Geschäftsmodelle greift diese Definition von Ernst & Young in ihrer Studie „Die DNA des Chief Operating Officer“:

    Unternehmen müssen heute flexibler sein, um schnell auf Anforderungen von außen reagieren zu können, gleichzeitig stehen Maßnahmen zur Kosteneindämmung und Effizienz stärker im Fokus. Während sich Unternehmen in den Industrieländern einen harten Wettbewerb um Marktanteile liefern, müssen sie in schnell wachsenden Schwellenländern expandieren und ihre Kapazitäten ausbauen. Angesichts dieser Herausforderungen bedarf es einer starken operativen Führung, um die strategischen Pläne voranzutreiben und umzusetzen. Dabei zeigt sich, dass der COO in vielen Unternehmen genau der Richtige für diese Aufgaben ist.

    Diese Studie identifiziert sechs übergeordnete Bereiche, in denen sich Führungskräfte für das operative Geschäft einbringen:

    1. Das Tagesgeschäft meistern durch Sicherstellung des operativen Managements
    2. Die Betriebsleistung steigern durch Verbesserung der operativen Prozesse
    3. Die strategischen Ziele liefern durch Schaffung von Strukturen, die das Herunterbrechen der Strategie ins operative Geschäft ermöglichen
    4. Die Mannschaft hinter der strategischen Vision und dem operativen Umsetzungsmodell vereinen
    5. Zentraler Veränderungsratgeber sein indem Transformationsprojekte geleitet werden
    6. Das Unternehmen zukunftsfähig machen durch die aktive Neugestaltung des Geschäftsmodells

    Alle diese Bereiche haben maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg digitaler Initiativen in Unternehmen. Meiner Erfahrung nach ist die frühzeitige Einbindung und Verantwortungsübertragung auf solche operativen Führungskräfte einer der Schlüssel für den Erfolg von digitalen Transformationsprojekten.

    Eine Studienzusammenfassung findet sich hier. Die vollständige Studie auf Englisch dort.

  • Die Relevanz von Internationalisierung im E-Commerce anhand Zahlen von Black Friday und Cyber Monday in 2012

    FiftyOne (mittlerweile in Borderfree umbenannt) hatte bereits Ende 2012 Zahlen veröffentlicht, die die wachsende Bedeutung von Internationalisierung im E-Commerce belegen. Gerade die amerikanischen Retailer preschen hier nach vorne und ziehen diese internationalen, kaufkräftigen Kunden an.

    FiftyOne_BlackFriday_CyberMonday_Infographic (1)

  • Internationalisierung auf Knopfdruck – Fulfillment-Dienstleister wie Borderfree eröffnen neue Wachstumschancen

    Internationalisierung im E-Commerce als Wachstumstrend wird aktuell bei einigen global aufgestellten Pure Playern und Retailern eifrig diskutiert. Einige amerikanische Anbieter, insbesondere große amerikanische Retailer wie JCPenney, Macy’s oder Neiman Marcus, sind auch hier Vorreiter mit internationalen Delivery-Lösungen.

    Zum Beispiel das allgemein für seine überragende Produktfotografie und Erlebnischarakter gelobte JCREW:

    JCREW

    Ein anderes Beispiel ist das bereits genannte JCPenney:

    JCPenny

    Bei der Umsetzung solcher internationalen Delivery-Lösungen reichen die eigenen Logistikkompetenzen und – infrastruktur häufig nicht aus. Daher haben sich spezialisierte Dienstleister für diese skalierbare Internationalisierung herauskristallisiert.

    Spezial-Dienstleister wie Borderfree (FiftyOne) ermöglichen operative Internationalisierung  „out-of-the-box“  

    Ein Dienstleister, der einem bei den Recherchen immer wieder über den Weg läuft, ist FiftyOne bzw. Borderfree (FiftyOne hat Borderfree gekauft). Diese Dienstleister kümmern sich um Zoll, Währungsumrechnungen sowie das gesamte logistische Fulfillment inkl. internationalem Retourenmanagement. Borderfree/FiftyOne gehört zu den Profiliertesten und vereint mehr als ein halbes Dutzend der TOP-500 Internetretailer in seiner Referenzliste, unter anderem die in diesem Artikel genannten und z.B. Sears, Gap und Crate & Barrel. Borderfree ermöglicht Händlern über die Abwicklung von Payment und Logistik ihre Ware in  mehr als 103 Ländern und über 60 Währungen zu verkaufen. Borderfree hat ca. 170 Mitarbeiter.

    Der Erfolg für internationale E-Commerce Anbieter hängt von starken USPs ab

    Neben der exzellenten Execution von Internationalisierung in den IT-Systemen, logistischen Prozessen und der Organisation, bleiben starke USPs auch im grenzüberschreitenden Online-Geschäft der wesentliche Erfolgsfaktor. Diese sind im E-Commerce Navigator unter der Positionierung zusammengefasst. Je nach Land oder global müssen USPs in den Bereichen Customer Experience, Sortiment & Pricing sowie Multi-Channel-Integration und Marketing analysiert und gesetzt werden.

  • E-Commerce und Digitale Transformation verändern Einzelhandel und Konsumgüterbranche

    Die digitale Transformation der Branchen Konsumgüter und Einzelhandel (Retail) ist bereits ernst und wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Der Online-Anteil an den Gesamtumsätzen wird in vielen Bereichen bis 2020 auf 20 Prozent und teilweise deutlich mehr steigen. Weiteres Öl ins digitale Feuer werden Innovationen wir Direct to Consumer, Mobile / Connectivity, Social Commerce, Erschließung neuer Käuferschichten für E-Commerce (z.B. Frauen, Silversurfer) und das Wachstum neuer Geschäftsmodelle (z.B. Abo-, Live-Shopping-Modelle) gießen. Am Ende des Tages wird diese Transformation für viele Player im Markt enorme Wertzuwächse ermöglichen, z.B. Marktplätze wie Amazon oder Rakuten – während andere, sowohl auf der Händler- als auch auf der Hersteller-Seite, unter akuten Druck geraden ihr Geschäftsmodell anzupassen.

    Aktuell sehen wir im Markt, dass de facto alle Produktgruppen – auch niedrigpreisige und abwicklungstechnisch komplexe Güter – online verkauft werden, z.B. Electronics, Spielzeug, Mode, Möbel etc. Pure Player wie Amazon, Zappos & Zalando erobern mit automatisierten und aggressiven Marketing substanzielle Marktanteile. Gleichzeitig binden diese Player die gewonnenen Kunden mit überragenden Serviceangeboten und Garantien (z.B. Amazon Prime, 100 Tage-Rückgaberecht, Same-Day-Delivery etc.) und erreichen so Lock-In Effekte. In der stationären Handelswelt greift Showrooming um sich. Die Nachfrage nach Verkaufsflächen wird zurückgehen. Eine Studie der Credit Suisse kommt zu dem Schluss, dass innerhalb der nächsten 15 Jahre bis zu einem Drittel der heutigen Flächen vom Online-Handel bedroht ist. Viele klassische Retailer investieren in Multichannel-Operations und Delivery-Services um Marktanteile zu verteidigen (z.B. Walmart startet Same-Day-Delivery). Die Hersteller wiederum entwickeln Kooperationen mit Online-Marktplätzen wie Amazon (z.B. dm auf Amazon) oder launchen teilweise erfolgreich eigene digitale Initiativen, z.B. Nike Direct-To-Consumer.

  • Praxisbeispiel: WordPress als Content Management System

    Gastbeitrag von Thomas Reisacher:

    Im heutigen Internetzeitalter haben die meisten Unternehmen erkannt, welche Bedeutung eine professionelle Website für ihren Erfolg hat und nutzen häufig die Dienste einer E-Commerce-Agentur, um die Darstellung ihrer Firma nach außen zu optimieren. Immer mehr Unternehmen bedienen sich zusätzlich eines firmeneigenen Blogs. Nach einer Erhebung durch SocialTwist, zu finden auf Statista, ist WordPress der von Internetusern am meisten genutzte Blog-Channel (52 %), gefolgt von der zu Google gehörenden Plattform Blogger (42 %). Andere Tools wie LiveJournal oder Xanga spielen als Blogsoftware eine eher untergeordnete Rolle.

    WordPress Vorteile

    WordPress hat sich als Quasi-Standard für Blogs durchgesetzt, da hier im Vergleich zu anderen CMS-Systemen wie Joomla oder Drupal bereits in den Core Features alle nötigen Blogfunktionen implementiert sind. Als Open-Source-Software ist WordPress kostenlos erhältlich, enthält das Know-how vieler Programmierer und gewährleitstet deshalb eine ständige Weiterentwicklung. Durch die GPLv2-Lizenz der Free Software Foundation kann WordPress nicht nur privat, sondern auch gemeinnützig oder kommerziell genutzt werden. Das Update-System sorgt dafür, dass die Website oder der Blog samt der verbundenen Plug-Ins und Widgets immer auf dem aktuellsten Stand sind. Die daraus resultierende einfache Wartung sowie die schnelle Installation der Software machen WordPress einzigartig. Die geringeren Wartungskosten als bei dem Gebrauch einer Konkurrenzsoftware sorgen für weitere Pluspunkte. Auch fachfremden Anwendern ist durch die einfache und effiziente Bedienbarkeit eine unkomplizierte Nutzung möglich. Die riesige Auswahl verschiedener Designvorlagen (Themes) bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Ein Änderungswunsch ist mit wenigen Klicks deutlich einfacher realisiert als bei anderen CMS-Systemen. Ein weiterer positiver Aspekt, der für die Zukunft stetig an Bedeutung gewinnt, ist die leichte Handhabung der SEO-Maßnahmen. Inhalte werden bei WordPress selbstredend suchmaschinenoptimiert aufgebaut und Keywords sind durch ausgewählte Plug-Ins wie WP Keyword Link schnell angepasst. Dieses Plugin verwaltet Keyword und Ziellink-Paare in einer gesonderten Ansicht und generiert jedes Mal, wenn das Keyword in einem Artikel auftaucht, automatisch den Link. Dabei stehen dem Onlineredakteur verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten wie z.B. „first match only“ zur Verfügung. Der Vorteil dieses Plugins ist, dass sich Keywords innerhalb des Blogs in Sekunden anpassen oder auch entfernen lassen.

    WordPress Nachteile

    Doch wie jede Software weist auch WordPress ein paar Nachteile auf. Wer seine Seite ohne die Benutzung eines vorgefertigten Themes individueller und professioneller gestalten will, braucht entweder selbst Fachkenntnisse oder muss die Dienste einer E-Commerce-Agentur in Anspruch nehmen.

    Des Weiteren hat die Popularität von WordPress negative Auswirkungen, da die Verlockung für Hacker, in das System einzudringen, durch die große Verbreitung der Software exponentiell ansteigt. Jedoch kann diesem Problem durch Sicherheitsvorkehrungen wie regelmäßige Updates und passende Plug-Ins entgegengewirkt werden. Regelmäßige Sicherheitsvorkehrungen sind im täglichen Umgang mit dem Internet eine Grundvoraussetzung und sollten jedem User bereits in Fleisch und Blut übergangen sein.

    treisacher

    Der Beitrag zu „WordPress als CMS“ ist ein Gastbeitrag von Thomas Reisacher, Geschäftsführer von fabrique d’images ebusiness GmbH (FDI). FDI ist eine E-Commerce Agentur der ersten Stunde mit über 17 Jahren Erfahrung im Internetgeschäft.