Jeder zweite Shop bietet Apple Pay an – kaum ein Kunde zahlt damit

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Apple Pay ist 2026 in 49,0 Prozent der deutschen Onlineshops anklickbar – und trägt 1,3 Prozent des Online-Umsatzes. Das EHI Retail Institute hat den E-Commerce-Report Deutschland 2026 am 29. September auf der EHI Connect in Düsseldorf vorgestellt.

Die Studie misst Sichtbarkeit im Checkout, nicht Nutzung. Erhoben wurde, was Kunden bei 1.000 der bedeutendsten B2C-Akteure tatsächlich als Zahloption sehen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Die Wallets wachsen im Angebot, nicht im Umsatz. Apple Pay sprang von 37,8 auf 49,0 Prozent der Shops, Google Pay von 23,1 auf 32,0 Prozent. PayPal bleibt mit 96,3 Prozent Spitze, Rechnungskauf steht bei 81,7 Prozent.

Die Gegenprobe kommt vom gleichen Institut. Die EHI-Studie Online-Payment 2026 weist PayPal mit 28,7 und Rechnungskauf mit 26,1 Prozent Umsatzanteil aus – zusammen 54,8 Prozent. Apple Pay: 1,3 Prozent. Zwei Grundgesamtheiten, derselbe Markt, dieselbe Richtung.

Wero taucht erstmals separat auf: 3,0 Prozent der Shops. Dem stehen 10 Millionen registrierte Nutzer in Deutschland gegenüber. Das EHI nennt als Erhebungszeitraum nur „im Jahr 2026" – ob vor oder nach den Anbindungen von Lidl (Juli) und dm (August) gemessen wurde, bleibt offen. Die 3,0 Prozent sind deshalb kein Urteil über Wero.

Warum das für dich relevant ist

Der Marktdurchschnitt ist kein Business Case. Wer aus „49 Prozent bieten Apple Pay an" ableitet, er müsse nachziehen, integriert eine Zahlart mit 1,3 Prozent Marktanteil. Jede Option kostet Integration, Pflege und Checkout-Fläche.

Der Wallet-Sprung erklärt sich über den Anteil mobiler Bestellungen. Bei überwiegend Desktop-Traffic ist die Zahl für dich belanglos. Die größere Lücke liegt beim Rechnungskauf: Er trägt ein Viertel des Umsatzes – fehlt er, fehlt mehr als eine Wallet.

Wero läuft über vorhandene Payment-Service-Provider wie PAYONE, Nexi oder VR Payment – also ohne Eigenprojekt. Kontozahlung statt Kartenschiene und Echtzeit-Gutschrift sprechen für eine Prüfung bei hohem Volumen und dünner Marge. Belastbare Gebührenzahlen für den deutschen Markt liegen bislang nicht vor.

Für dich als Entscheider bedeutet das: Entscheide den Payment-Mix an deinen eigenen Checkout-Daten, nicht am EHI-Durchschnitt. Prüfe zuerst, ob Rechnungskauf und PayPal bei dir reibungslos laufen – dort liegen 54,8 Prozent des Marktumsatzes. Mobile Wallets lohnen sich dort, wo der Mobile-Anteil es rechtfertigt. Wero ist derzeit eine Options-, keine Pflichtentscheidung: Frag deinen PSP nach Konditionen und beobachte, wann die Nutzung in deinen Zahlen sichtbar wird.

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