Vor wenigen Tagen sehe ich zufällig die Benachrichtungskarte von Amazon Logistics an einer Haustüre in Wiesbaden. Somit expandiert der Amazon-eigene Paketdienst jetzt auch ins Rhein-Main-Gebiet. Amazon hat dazu im Logistikpark Mönchhof eine ca. 13.000 Quadratmeter große Lagerfläche zum Verteilzentrum ausgebaut. Amazon sucht parallel Positionen wie den „Teamleiter Transport für Amazon Logistics in Frankfurt“ Zuvor wurde der Service bereits in Berlin, München (ca. 13.000 qm in zwei Verteilzentren) und dem Ruhrgebiet ausgerollt.

Die Logistik-Ambitionen von Amazon sind heiß diskutiertes Thema in der E-Commerce Branche: von LockerOffensive über Treasure Trucks bis hin zur eigenen Zustellung in den Varianten Fresh, Flex oder eben Amazon Logistics.

Amazon Logistics Zustelldienst

Doch welche Fakten zum Amazon Zustell-Service auf der letzten Meile sind bekannt?

  • Im Ruhrgebiet werden aus dem ca. 8.000 Quadratmeter großen Verteilzentrum bis zu 250 Lieferfahrzeuge mit Paketen für die Same-Day /Next-Day-Belieferung bedient
  • Amazon setzt für die „letzte Meile“ keine eigenen Fahrer ein, sondern beauftragt lokale Transportunternehmen
  • In Deutschland soll es mittlerweile ca. 13 solcher Verteilzentren für den Amazon Zustelldienst geben
  • Die Routenpanung erfolgt durch Amazon selbst 
  • Amazon scheint trotzdem kein durchgängiges Track & Trace etablieren zu können: Es lässt sich nur der Liefertag ohne weitere zeitliche Eingrenzung abrufen. Mehr oder weniger objektive „Leidensberichte“ zu dem als ausbaufähig empfundenen Servicelevel finden sich an diversen Stellen
  • Eventuelle Retouren werden weiterhin durch DHL, Hermes & Co abgewickelt
  • Eine Zahl zum Potential dieser Maßnahmen aus dem Jahr 2015: „Von 3 Milliarden Paketen pro Jahr, stammen 500-700 Millionen von Amazon“ (Quelle)