Autor: Wolfram Latschar

  • code talks commerce special am 19./20. April 2016

    Morgen steigt in Berlin die wohl angesagteste Entwicklerkonferenz im E-Commerce in Deutschland: die code talks commerce special.

    codetalks commerce Berlin

    Das Ganze ist ein Ableger der populären code.talks Konferenz, die regulär im September stattfinden wird. Das Special dreht sich pur um E-Commerce Technologien. In den Blogs beschäftigt aktuell kaum weniger als „der Krieg der Shopsysteme“, spätestens nach dem Einstieg von Spryker in den Markt. Für mich interessant, ob dieses eher business-getriebene Thema bisher auch auf der Konferenz Relevanz hat und wenn ja, ob man hier noch mal mehr substanzielles dazu erfahren kann.

    Weitere spannende Programm-Highlights:

    • Fachliche Architektur für E-Commerce Software
    • Neues von den „Ex-Magento Foundern“: OroCommerce & OroCRM
    • The Agile IMP
    • Predictive Analytics in Shopsystemen
    • KPI-driven product development
    • Hintergründe zur GALERIA Kaufhof eShop Systemarchitektur
    • Warum sind E-Commerce Companies vor allem Tech companies?
    • Technology as the basis for successfull ecommerce companies – oder: Lessons Learned von Project A
    • „modern product development processes and how goals, data analysis, user experience and tech should be interlaced to build better products“
    • Recommendation Systeme für Pragmatiker
    • Frontend Kommunikation: durch Modularisierung zum Erfolg im E-Commerce
    • Warum Intershop die Wahl war für ein Pure Play Startup?!

    OK, sieht tatsächlich so aus als wenn auch die Techies der Shopsystem-Clinch umtreiben würde… 😉

    Updates von der Konferenz und den Vorträgen hier auf Digitalhandeln.de

  • Strategyand … E-Commerce in der Fashionbranche

    Die neue Strategieberatung „Strategyand“ aus PwC und Booz & Company hat ein recht lesenswertes Whitepaper zu Wachstumstreibern für die Modebranche in der Vergangenheit (Ausweitung eigener Stores, Flächenproduktivität) und den Erfolgsfaktoren für die Zukunft (Erlebnischarakter auf der Fläche durch Pop-Up-Stores & Co sowie operative Exzellenz On- wie offline) herausgebracht.

    Die Erkenntnisse in einer groben Zusammenfassung:

    • Die zunehmende Vertikalisierung im Textileinzelhandel und der unaufhaltsame Vormarsch des Online-Vertriebs verändern die Wettbewerbsverhältnisse dieses Industriesektors grundlegend
    • Bisher war für die Fashionbranche vor allem die Ausweitung der eigenen Storeflächen der Umsatz- und Wachstumstreiber (z.B. Hugo Boss oder Burberry)
    • Flächenexpansion als Haupttreiber zur Wertsteigerung ist jedoch in Zukunft schwer haltbar, unter anderem aufgrund des Vormarschs der Online-Konkurrenz. Die Gründe liegen insbesondere in einem sich wandelnden Kunden- und Einkaufsverhalten (Channel-Shift Richtung Online)
    • Der Online-Anteil an Fashion-Umsätzen wird sich bis zum Jahr 2020 auf 30% mehr als verdoppeln
    • Um dieser Herausforderung erfolgreich entgegentreten zu können, müssen die folgenden Erfolgsfaktoren abgedeckt werden:
    1. Innovative Customer Experience
    2. Einzigartiges Produkt & Pricing (= Sortiment)
    3. Marke und Customer Interaction Management
    4. Cross-Channel Supply Chain Management & Logistik
    5. Zugrundeliegendes Operating Model
    6. Leistungsfähige IT
    7. Zielgerichtete Analytics & Customer Insight

    Das Whitepaper selbst zum Download und mehr Hintergrundinfos finden sich hier.

  • Anpacken

    „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“ – John F. Kennedy

  • Blog-Tipp – Project-A Tech-Blog

    Via Twitter gerade gesehen und als lesenswert eingestuft: Project-A-Tech-Blog

    ProjectA

    In einem der ersten Blog-Posts findet sich ein Stück weit die Rationale, warum die Entwicklung eines eigenen Shop-Systems als zentraler Erfolgsfaktor gesehen wird. In diesem Zusammenhang lohnt es sich mal wieder die Klassiker in der deutschen Bloglandschaft zur Bedeutung und Auswahl von Shopsystemen zur Gemüte zu führen:

  • Wer hat noch nicht, wer will noch mal – auch Capgemini bündelt Digital-Kompetenz

    Bei soviel geballter Digital-Kompetenz von McKinsey über Accenture bis Deloitte Digital will auch Capgemini nicht zurückstehen und „seine bestehenden Portfolio-Elemente sowie sein Know-how rund um die Themen Digital Transformation und Customer Experience Management in einem neuen globalen Geschäftsbereich „Digital Customer Experience“ (DCX)“ zusammenführen.

    Multi-Channel heisst hier „All-Channel-Experience„, so so. Die Ausrichtung der neuen Einheit scheint allerdings deutlich zu machen, dass man gerne möglichst schnell in den Maschinenraum steigen möchte um Software-Projekte abzuliefern, die auf solche Buzzwords hören wie: „Cloud-Services-Orchestrierung, SaaS-Integration, digitales Asset Management, mobile Plattformen, Big Data/-Analytics …“

    Mehr dazu in der offiziellen Pressemitteilung.

  • Der E-Commerce Navigator als Kompass in der digitalen Transformation

    In diesem Blog habe ich bereits den E-Commerce Navigator als Kompass zum Meistern der digitalen Transformation eingeführt. Die Felder dieses Navigators lassen sich auch als Prozess sehen, den Entscheider durchlaufen sollten, um eine Digital-Strategie für Handelskonzepte zu entwickeln. Warum ist dieses Modell als Orientierung sinnvoll?

    E-Commerce Navigator

    Ohne Positionierung ist E-Commerce doof 

    Gerade stationäre Händler verlieren mittel- bis langfristig Marktanteile in stagnierenden Einzelhandelsmärkten. Das Online-Potential ist zugleich substantiell und wachsend. Wenn diese Entscheider dann einfach ein eigenen Online-Shop live schalten, treffen sie meist auf etablierte Pure Player oder Nischen-Shops, die aus einem scheinbar simplen Geschäft ein unprofitables Klein-Klein machen. Somit muss das E-Commerce Konzept ausreichend Differenzierungspotential bieten, um erfolgreich Marktanteile zu gewinnen (abgedeckt durch das Feld Positionierung, insbesondere Definition eines so genannten externen USPs, d.h. ein Alleinstellungsmerkmal dass durch den Kunden wahrgenommen und positiv bewertet wird).

    Ohne wertschöpfende Umsetzung nützt der schönste Strategieentwurf nichts  

    Spätestens Amazon, Rocket Internet und Zalando beweisen, dass die von den hohen Herren der Berater häufig geschmähte „operative Exzellenz“ durchaus maßgeblich zum Erfolg von E-Commerce Modellen beiträgt und Wettbewerber auf Abstand hält. Daher sollte der definierte USP auch durch die internen Prozesse & Systeme nicht nur geliefert werden, sondern diesen idealerweise noch verstärken. Bestes Beispiel ist hier Amazon Prime, das mittlerweile zu einer wesentlichen Säule für das Geschäftsmodell geworden ist (Feld Wertschöpfung).

    Die Online-Modelle orientieren sich zu oft am Ist und nicht am Potential 

    Daher ist es wichtig von den richtigen Beispielen zu lernen. Häufig extrapolieren Händler die Stärken aus dem Stationär-Geschäft oder bestehende Ressourcen in die Zukunft und stoßen so beim Wachstum an eine Art „gläserne Decke“. Wenn Märkte und Shop-Funktionen analysiert werden, dann sollte sich an den Klassenbesten orientiert werden. Dazu zählen im Handel Amazon, Rocket Internet, Zalando – und bei den Herstellern Nike, Nestlé, L’Oréal (Feld Best Practices).

    Neues Verhalten festigen – die richtigen Hilfsmittel einsetzen 

    Um erfolgreich E-Commerce zu betreiben, gibt es einige Gesetze und Methoden. Diese sollten analysiert und strukturiert verfolgt werden (Feld Veränderung).