OpenIDEO – mit Open Innovation soziale Probleme gemeinsam lösen

Mit OpenIDEO ist ein neues Crowdsourcing-Experiment gestartet. OpenIDEO ist ein Open Innovation Communityprojekt der legendären Kreativdesignagentur IDEO mit dem Ziel Kulturell-Kreative rund um den Erdball zum gemeinschaftlichen Entwickeln von Ideen und Lösungen akuter sozialer Probleme zusammen zu trommeln.

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Das Prinzip der globalen Problemlösungsgemeinschaft ist einfach: Auf OpenIDEO wird eine Challenge veröffentlicht, z.B. aktuell von Jamie Oliver. Anschließend können die Community-Mitglieder sich in den drei Phasen des kreativen Problemlösungsprozesses einbringen: Inspiration / Brainstorming, Konzept und Bewertung der Lösungsvorschläge. Die Beiträge der Teilnehmer erschöpfen sich dabei nicht nur in Texten, sondern auch Code, Business Models oder künstlerischer Input ist möglich. Am Schluss wird ein „Top-Konzept“ ausgewählt – alle eingereichten und diskutierten Konzepte sollen aber der Creative Commons unterliegen und dadurch „reusable“ sein.

Das Besondere an OpenIDEO ist, dass nicht nur einfach Ideen gemeinschaftlich gesammelt werden, sondern dass IDEO eine methodische Vorgehensweise beisteuert, den alle Gedanken und Teilnehmer durchlaufen dürfen / müssen. Dadurch weist OpenIDEO den Weg von der Idee zur umsetzbaren Lösung.

Quelle und Copyright: OpenIDEO.com

Quelle und Copyright: OpenIDEO.com

Das zeigt sich auch an dem Design Quotient (DQ). Dieser spiegelt wieder wie aktiv das Community-Mitglied in den Beiträgen zum Brainstorming, Konzipieren und Bewerten der Alternativen ist. Gleichzeitig soll der Teilnehmer auch etwas über sich lernen, da z.B. analysiert wird, ob man gut darin ist eigene Ideen einzubringen oder die bestehenden Ideen der anderen zu etwas besseren zu kombinieren. Ob und wie dieses Instrument in der Innovationspraxis auf OpenIDEO zum Einsatz kommt, ist daher besonders spannend.

IDEO ist die Design-Agentur, die auch gemeinsam mit Lars Hinrichs das Konzept zu hackfwd entworfen hat, über das in diesem Blog bereits berichtet wurde.

hackfwd – Pre-Seed-Incubator bei Venture Lounge

Lars Hinrichs stellt Hintergründe zu hackfwd auf der Venture Lounge am 06. September 2010 in Berlin vor.

HackFwd ist ein Pre-Seed-Incubator (manchmal auch seed accelerator programme genannt). Der Prototyp dieser Incubator-Form ist der legendäre Y-Combinator von Paul Graham aus Kalifornien. Dieser Ansatz unterscheidet sich deutlich vom klassischen Seed-Investing und Inkubatoren, die man üblicherweise in Gründerzentren findet.

Charakteristika von HackFwd (und überwiegend auch von anderen seed accelerators):

  • Funding des Seed-Levels, sprich fürs erste Jahr
  • Zielgruppe: Geeks, klarer technischer Hintergrund und keine BWLer
  • Jedes Team wird für ein Jahr beraten und begleitet
  • Das begleitende Advisor-Programm fokussiert sich auf Business- und Produktmarketing-Support
  • No Copycats (gerade das verwundert etwas, ist doch hackfwd selber ein Copycat von Y-Combinator, Techstars, Launchbox etc.)

Üblicherweise gibt es auch noch ein Demo Day, auf dem die neuen Bewerber ihre Elevator Pitches präsentieren und die bestehenden Teams ihre Fortschritte oder Ergebnisse präsentieren. Von einem solchen Demo Day habe ich bei hackfwd noch nichts gesehen, aber vielleicht auch nur übersehen oder die Ankündigung kommt noch. Sehr gut gestaltet hackfwd sein Ecosystem, mit eigenem hackfwd-Blog, Job-Ausschreibungen für sein Board und einem Netzwerk an Advisors mit sehr sehenswerten Video-Snippets.

Das ist für mich einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg des Pre-Seed-Programms an sich; schafft es hackfwd „place to be“ für die talentiertesten Geeks in Europa zu werden? Das erreicht hackfwd nicht über Geld und Funding alleine – sondern nur durch die Anziehungskraft des Ecosystems rund um hackfwd. Hier macht Lars Hinrichs mit hackfwd tatsächlich einen guten Job!

Lesenswerte Artikel zu hackfwd:

Da kommt eine Exciting Future auf uns zu

Wenn man den XING Statusupdates trauen darf, dann hat Jochen Krisch Optaros verlassen und ist nun Geschäftsführer der Exciting Future GmbH für E-Commerce. Ein Re-Fokussierung auf Exciting Commerce konnte man schon in einigen der letzten Blog-Posts erkennen: Exceed-Programm, Auseinandersetzung mit den Entwicklungspotenzialen von Blogs und verstärkter Fokus auf die Investoren und VC-Szene.

Das Exceed Programm ist vom Start weg auf erstaunlich gute Resonanz gestoßen. Und zwar gerade auch auf Investorenseite. (Quelle)

Vor allem die Kombination von kritischen Investoren-Analysen und eigenem Seed-Programm lässt für eine Exciting Future besonders hoffen. Da wir in Deutschland im Seed-Bereich eine Finanzierungslücke haben, bleibt es spannend abzuwarten, was Jochen hier auf die Beine stellen könnte. Eine Kombination aus einem innovativen Ansatz wie bei Lars Hinrichs hckfwd und dem profunden Analysten Know-how von Jochen könnte eine potenzialträchtige Alternative zu den klassischen Copycat-Investoren in Deutschland sein.

Webcontrolling Kennzahlen – E-Commerce Toolbox

Entscheidend für gutes Webcontrolling ist die Zielgröße. Anhand welcher Zielgröße bewertet man den Erfolg der Kampagnen und macht diese somit vergleichbar.

Im Folgenden ein paar Erkenntnisse zum Webcontrolling:

  • Die Kennzahl CPC ist die falsche Zielgröße, denn Kampagnen mit hohen Klickraten garantieren leider keine Bestellungen.
  • Quick Win: Konversionstracking einbauen!
  • Die Kennzahl CPO ist ebenfalls die falsche Zielgröße, denn der mit der Kampagne erzielte Bestellumsatz deckt nicht zwingendermaßen die eingesetzten Kosten.
  • Quick Win: Webcontrolling-System zum Einsatz bringen, das Kampagnenumsatz erfasst.
  • Die Kennzahl Kosten-zu-Umsatz-Relation ist die richtige Zielgröße für die Optimierung der Kampagnen (die Kosten-Umsatz-Relation muss dabei >= 1 sein)

In diesem Zusammenhang sei auf die RFM (Recency, Frequency, Monetary Value)-Methode zur Analyse der Kundenbeziehung verwiesen.