No more information overload – reaktiver Workflow

Bei Imgriff gibt es einen guten Artikel zum Umgang mit Twitter, Lifestream, Bloggen & Co. Wie wird man dem Einprasseln an Statusupdates und News Herr und agiert aktiv?

  • Ein Zeitfenster jeden Tag (!) schaffen, in dem man ungestört bloggt, neue Ideen verfolgt etc. – z.B. beginnt ein Blogger jeden Tag von 7 bis 10 Uhr mit Artikel schreiben. Erst wenn mindestens zwei geschrieben sind, geht man zu anderen Tätigkeiten über.
  • Zwei „Power Hours“ pro Tag in denen konzentriert und komprimiert inbox clearing betrieben wird. Außerhalb dieser Power Hours würdigt man die Inbox keines Blickes.
  • Do one thing at a time.

YouTube Teaching – oder: Bildung für alle

Eine wunderbare Idee, wie ich finde:

Sal Khan hat auf seiner Seite eine riesige Menge an YouTube Videos versammelt, in denen er jedem mit Zugang zu der Site, Mathe, Biologie, Wirtschaft etc. erklärt. John Udell interviewt ihn in seinem Podcast und diskutiert die Entscheidung von Salman Khan „ein neuer Lehrer-Typus“ zu werden.

Wie John Udell in seinem Blog richtig feststellt, sollte jeder Lehrer solche Online assets (Videos, Links, Texte etc.) kuratieren und diese bei Bedarf in den realen Unterricht einbauen. Ein guter Lehrer kennt seine Stärken aber auch seine Schwächen – er kann nun mit solchen Online-Tutoren und -Assets diese komplementär ergänzen.

No more Geeks – computational thinking als Kulturtechnik

Jon Udell schlägt eine Re-definition des für ihn unseligen Begriffs „Geek“ vor. Er plädiert dafür, dass die Gewandheit im Umgang mit digitalen Tools & Technologien nicht das Zeichen einer abgegrenzten (und oft ausgegrenzten) sozialen Gruppe (= den Geeks) ist, sondern eine Kulturtechnik. Er bezeichnet dies als computational thinking. Diese Technik steht in einer Reihe mit Lesen, Schreiben und Rechnen.

Er entwickelt diesen Begriff noch weiter zum systems thinking. Darunter versteht er:

  • den Umgang mit einem Informationssystem um Daten zu ordnen und in einen Zusammenhang zu setzen und
  • den Umgang mit einem Geschäftsprozess und mit den Personen, die diesen implementiert haben, um die Daten bzw. die Erkenntnis daraus zu steigern.

Der Begriff der „Kulturtechnik des computational thinking“ geht auf Jeanette Wing zurück. In diesem lesenswerten PDF finden sich ihre Kernthesen:

  • Computational Thinking ist ein fundamentaler Skill für jeden von uns, nicht nur für Informatiker (und „Geeks“)
  • Methode, um Probleme auf die bestmögliche Weise zu lösen (algorithmisches Denken)
  • CT schult die Fähigkeit der Abstraktion, um komplexe Probleme zu lösen
  • Aus Problemen Konzepte / Modelle / Abstraktion machen und so in die Lager versetzt werden, sie zu lösen  –> Prozess der Abstraktion
  • Mathematisches Denken + Ingenieurkunst
  • Computational thinking Kurse sollten explizit Nicht-Informatikern angeboten werden

Wer jetzt gerne direkt anfangen möchte, sein „computational thinking“ zu verbessern, dem sei diese Seite empfohlen. Oder für die kleinen Computerdenker dieses PDF. Ebenfalls eine gute Idee, aber recht leblos aktuell: rebootingComputing. Und das Center für Computational Thinking lohnt auch einen Besuch.

Providing structure to unstructured problems

Situation: Die Analyse & Auswertung unstrukturierter Daten verspricht eine Opportunity für disruptive Geschäftsmodelle zu werden  (Wer wird das Google für unstrukturierte Daten, z.B. aus Twitter sein?). Was heisst nur aber konkret „unstrukturierte Daten“ und was ist die Herausforderung?

Komplikation: Unstrukturierte Daten ist ein sehr schwammiger Begriff. Daher nehmen wir als Anschauungsbeispiel: „Das Lösen unstrukturierter Probleme“.

Ergebnis: Unstrukturierte Probleme sind vollkommen unterschiedlich von strukturierten. Ihre Lösung erfordert daher auch eine vollständig andere Herangehensweise und Denkweise.