Analyse des europäischen Startup Ökosystems

Laut dieser Präsentation ist von den europäischen Startups in E-Commerce und Webbusiness noch viel zu erwarten. Die Mischung aus einem höheren Reifegrad des europäischen Ökosystems rund um Startups, eine Riege an erfahrenen Serial Entrepreneuren sowie mehr und mehr Investmentvolumen aus den US-VC-Fonds macht’s.

Think big – Berlin als europäische Startup City

Berlin entwickelt sich zu einem europäischen Silicon Valley. Berlin hat den richtigen Mix aus objektiven Standortvorteilen und Attraktivität für Talente. Berlin zieht immer mehr Entrepreneure, Kapitalgeber und Talente an. Dies berichtet Marija Palmer in der englischen Financial Times vom 28.10.2011. Dutzende von Startups im Technologie- und Webumfeld entstehen jetzt gerade in Berlin. Entrepreneure und Kapitalgeber ziehen angelockt durch niedrige Mieten und Lebenshaltungskosten sowie den Zugang zur einer Vielzahl von kreativen Talenten in die Gründermetropole an der Spree. Diese gegenseitige Befruchtung führt zu mehr Momentum für ein europäisches Silicon Valley in Berlin.

„It is the best start-up city in the world.“ – so wird Alexander Ljung, der co-founder von SoundCloud in der FT zitiert. Er ergänzt: „It is cheaper but it is not the essence of it. There is a really high number of people in the creative field there.“

Die Attraktivität Berlins für Kapitalgeber lässt sich an der wachsenden Zahl der Startup-Inkubatoren darstellen (in Klammern die Investoren dahinter):

Stimmung der Business Angels auf Allzeit-Hoch

Die Stimmung der privaten Wagniskapitalgeber erreicht ein neues Allzeit-Hoch. Das vom Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) gemeinsam mit der WHU und RWTH Aachen erhobene „Business Angels Panel“ ist ein guter Indikator für die Entwicklung der Venture-Capital-Szene in Deutschland. Während der Wirtschaftskrise nutzten die Angels die Möglichkeit sich mit günstigen Bewertungen bei Startups zu beteiligen. Auf der Welle des Aufschwungs hoffen sie nun auf gute Verkaufserlöse. 

Das Volumen einzelner Deals allerdings sank. Die Business Angels zeigen sich somit bei aktuellen Investments wieder deutlich sparsamer als im Vorquartal.

Weiterführende Links zum Business Angels Panel:

Current Event: Diskussion auf excomm zu Jana Eggers und Spreadshirt

Wie Jochen Krisch heute berichtete, trennt sich Spreadshirt von CEO Jana Eggers. Ganz aktuell vor wenigen Minuten hat Jana Eggers in den Kommentaren zu dem Post Stellung bezogen und einige Fakten aus Ihrer Sicht klar gezogen. Es entfaltet sich hier eine interessante Diskussion mit einigen Facts aus erster Hand. Also für alle Nachtschwärmer lautet meine Empfehlung: Dranbleiben und mitlesen!

Hintergründe zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens durch Jana Eggers finden sich hier und dort. Offizielle Veröffentlichung zum Ausscheiden.

hackfwd – Pre-Seed-Incubator bei Venture Lounge

Lars Hinrichs stellt Hintergründe zu hackfwd auf der Venture Lounge am 06. September 2010 in Berlin vor.

HackFwd ist ein Pre-Seed-Incubator (manchmal auch seed accelerator programme genannt). Der Prototyp dieser Incubator-Form ist der legendäre Y-Combinator von Paul Graham aus Kalifornien. Dieser Ansatz unterscheidet sich deutlich vom klassischen Seed-Investing und Inkubatoren, die man üblicherweise in Gründerzentren findet.

Charakteristika von HackFwd (und überwiegend auch von anderen seed accelerators):

  • Funding des Seed-Levels, sprich fürs erste Jahr
  • Zielgruppe: Geeks, klarer technischer Hintergrund und keine BWLer
  • Jedes Team wird für ein Jahr beraten und begleitet
  • Das begleitende Advisor-Programm fokussiert sich auf Business- und Produktmarketing-Support
  • No Copycats (gerade das verwundert etwas, ist doch hackfwd selber ein Copycat von Y-Combinator, Techstars, Launchbox etc.)

Üblicherweise gibt es auch noch ein Demo Day, auf dem die neuen Bewerber ihre Elevator Pitches präsentieren und die bestehenden Teams ihre Fortschritte oder Ergebnisse präsentieren. Von einem solchen Demo Day habe ich bei hackfwd noch nichts gesehen, aber vielleicht auch nur übersehen oder die Ankündigung kommt noch. Sehr gut gestaltet hackfwd sein Ecosystem, mit eigenem hackfwd-Blog, Job-Ausschreibungen für sein Board und einem Netzwerk an Advisors mit sehr sehenswerten Video-Snippets.

Das ist für mich einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg des Pre-Seed-Programms an sich; schafft es hackfwd „place to be“ für die talentiertesten Geeks in Europa zu werden? Das erreicht hackfwd nicht über Geld und Funding alleine – sondern nur durch die Anziehungskraft des Ecosystems rund um hackfwd. Hier macht Lars Hinrichs mit hackfwd tatsächlich einen guten Job!

Lesenswerte Artikel zu hackfwd:

Da kommt eine Exciting Future auf uns zu

Wenn man den XING Statusupdates trauen darf, dann hat Jochen Krisch Optaros verlassen und ist nun Geschäftsführer der Exciting Future GmbH für E-Commerce. Ein Re-Fokussierung auf Exciting Commerce konnte man schon in einigen der letzten Blog-Posts erkennen: Exceed-Programm, Auseinandersetzung mit den Entwicklungspotenzialen von Blogs und verstärkter Fokus auf die Investoren und VC-Szene.

Das Exceed Programm ist vom Start weg auf erstaunlich gute Resonanz gestoßen. Und zwar gerade auch auf Investorenseite. (Quelle)

Vor allem die Kombination von kritischen Investoren-Analysen und eigenem Seed-Programm lässt für eine Exciting Future besonders hoffen. Da wir in Deutschland im Seed-Bereich eine Finanzierungslücke haben, bleibt es spannend abzuwarten, was Jochen hier auf die Beine stellen könnte. Eine Kombination aus einem innovativen Ansatz wie bei Lars Hinrichs hckfwd und dem profunden Analysten Know-how von Jochen könnte eine potenzialträchtige Alternative zu den klassischen Copycat-Investoren in Deutschland sein.