Digital handeln – der Name sollte Programm sein

Den Namen für dieses Blog wurde nicht zufällig gewählt: Zum Einen sagt der Name aus, dass es sich um „E-Commerce“ handelt – eben der digitale Handel. Des Weiteren wird die Herkunft und ein Schwerpunkt für die Inhalte deutlich: der Einzelhandel mit seinen spezifischen Anforderungen und Herausforderungen in digitalen Kontexten. Zum Anderen soll hier auch ein wenig Orientierung gegeben werden, um zum eigenen Handeln zu befähigen.

Denn nach einer schönen Definition von „Handeln“ umfasst dieses: „zielgerichtet, bewusst, sinnhaftig“. Damit Unternehmen eine digitale Strategie oder ein Konzept aufsetzen können, das diesem Vorgehen entspricht, müssen diese drei Bausteine umgesetzt sein. Das heißt:

  1. Zuerst muss das Ziel geklärt werden, dass das Unternehmen im E-Commerce anstrebt
  2. Dann muss die ganze Organisation von der Sinnhaftigkeit dieses Ziels überzeugt werden (neudeutsch: Change Management)
  3. Und letztlich sollten die Entscheider und Mitarbeiter noch mit Wissen & Methoden ausgestattet werden, wie dieses als sinnhaft erlebte Ziel auch bewusst verfolgt werden kann

Wie Google den Online-Einkauf interaktiver gestalten will

Mit der „Shop The Hangout“-Initiative testet Google neue Möglichkeiten für mehr Interaktivität beim Online-Kauferlebnis. Dabei wurde dem Google-Produkt „Hangouts on Air“ spezielle E-Commerce Funktionalitäten hinzugefügt und die Nutzer konnten an die Fashion-Designerin Diane von Furstenberg Fragen stellen und interagieren während des Einkaufs der Produkte in einem Live-Shopping-Format.

Die verantwortliche Produktmanagerin von Google Laura Jones, fasst den Google-Ansatz folgendermaßen zusammen:

„With an abundance of new retail channels, users now have more ways to shop than ever before. Increasingly, content is becoming more than just a point of inspiration, but also an entry point to retail. People want to shop cross-platform and cross-device, and the more seamless that experience, the better. “Going shopping” is no longer just about getting into a car and driving to the mall. From discovery all the way through delivery, users have an abundance of options and are gravitating towards experiences that let them easily translate intention into action.“

Accenture Digital vereint 23.000 Digital-Berater unter einem Dach

Jetzt springt auch Accenture auf das Trendthema Digital auf. Nachdem bereits Capgemini das ganze Unternehmen auf Digitale Transformations-Beratung und -Umsetzungsbegleitung ausgerichtet hat, versammelt Accenture immerhin 23.000 der weltweit mehr als 275.000 Mitarbeiter unter dem Dach Accenture Digital. Die neue Sparte bündelt das gesamte Digitale Services Portfolio von Beratung über Datenanalyse bis hin zu IT-Services für alle Branchen und Kundentypen. Auch die bereits bekannte Marke Accenture Interactive wird Teil davon. Geleitet wird Accenture Digital von Michael R. Sutcliff.

Die Rationale dahinter fasst Pierre Nantieme als Accenture-CEO folgendermaßen zusammen:

„To achieve long-term success, every business must become digitally enabled. We have invested significantly in Accenture Interactive, analytics and mobility, and we are now launching an integrated, end-to-end digital capability to help our clients compete in this fast-changing business environment.“

Auch andere große Beratungshäuser starteten in jüngster Vergangenheit Digital-Ableger, z.B. Deloitte Digital oder McKinsey Solutions.

Nike Wachstumsstrategie: China, Frauen und E-Commerce

Der Nike Geschäftsausblick zeigt die Wachstumsagenda vieler Brands und Hersteller wie unter einem Brennglas. Auf der Liste der Wachstumsfelder steht wie bei Nike immer häufiger:

  • China als Wachstumsmotor
  • Frauen als Zielgruppe
  • Fokus auf Ausbau des E-Commerce zu einer eigenständigen Säule der Geschäftsmodells

So will Nike in 2017 satte 2 Milliarden US-Dollar im E-Commerce umsetzen. Aktuell stehen 540 Millionen US-Dollar zu Buche.

nikefuel

Wie Jochen von „Exciting Commerce“ teile ich die Einschätzung zum Reifegrad von Nike bezüglich dem Verständnis digitaler Technologien und Geschäftsmodelle:

Nike denkt das Laufen und die Art und Weise, wie man Sport treibt, neu und versucht, den Spaß und die sportlichen Ambitonen in neue, vernetzbare Life/Style-Angebote für Profi- und Freitzeitsportler zu verpacken.

Vor diesem Hintergrund ist besonders interessant, dass Nike die digitalen Angebote wie Nike+ oder NTC (Nike Training Club) enger mit den E-Commerce Aktivitäten verzahnen will.

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